Mit offenen Karten (frz. Le Dessous des cartes) ist eine wöchentlich ausgestrahlte Sendereihe auf ARTE (Samstags, 19:15), in der fast ausschließlich anhand von Karten historische, geopolitische oder wirtschaftliche Sachverhalte dargestellt werden. Redakteur und Sprecher ist der Volkskundler Jean-Christophe Victor. Eine hochinteressante Sendung!!! Video Bewertung: 4 / 5
Kolumbien 2008 – San Agustín Die Wurzeln dieser Kultur, die am oberen Magdalena entstand, ungefähr 520 Kilometer von Bogotá, reichen bis ins 7. / 6. Jahrhundert v. Chr. zurück. San Agustín liegt inmitten der Anden, an einer Abflachung des Amazonastieflandes. Man weiß immer noch recht wenig über diese Kultur. Wahrscheinlich waren es eher mehrere Kulturen, die sich nacheinander und parallel zueinander in dieser Region entwickelten. Durch seine hervorragende Lage war San Agustín eventuell für längere Zeit ein bedeutendes Handelszentrum. Die Handelswege führten tief in das Amazonasgebiet, in die Höhenlagen des heutigen Popayáns und bis zur Pazifikküste. Seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. planierte man in dieser Gegend etliche Bergkuppen und bis in das 7. Jahrhundert hinein wurden auch künstliche Berge über Steinkammern errichtet. Wahrscheinlich entstanden diese Hügel aus religiösen Gründen. In den Steinkammern unter den Hügeln fand man bunt bemalte Andesit-Skulpturen oder monolithische Sarkophage. In unmittelbarer Nähe fand man auch Steinkisten- und Schachtgräberfriedhöfe und weitere Statuen. Inzwischen kennt man über 400 Statuen und Felsskulpturen, die eine große Vielzahl an unterschiedlichen Stilen und Motiven aufweisen. In den Gräbern fand man vor allem monochrome Keramik, sehr selten Goldschmuck. Offensichtlich gab es auch in der San-Agustín-Kultur gesellschaftliche Unterschiede. Man weiß allerdings noch nicht, was für ein gesellschaftliches System herrschte. Um die Berge zu … Video Bewertung: 4 / 5